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Special 2 - Gab es das Panzerduell gar nicht ? (4)

Alle nachfolgenden Originalbilder - soweit nicht ausdrücklich anders dargestellt - stammen als Public Domain aus dem Archiv NARA, BPR (Air Forces Group) und wurden über diverse Quellen im Internet bezogen, Standbilder aus dem Originalfilm von Bates und Rosenmann stammen auch aus der Fassung des Originalfilms auf der DVD "1945 - Kriegsende in Köln" von Hermann Rheindorf.

 

cc.) Befestigungen Marzellenstraße rechte Straßenseite

Dem entspricht, daß - wie bei Beweis 1 festgestellt - auf der gegenüberliegenden Straßenseite am hinteren Mast ein Trägerseil herunter hängt, an dem ein Aufhänger befestigt ist. Es handelt sich dabei also vermutlich um ein zuvor an der linken Straßenseite an einer der eben gezeigten vier Befestigungen am Haus endendes und nun gekapptes Trägeseil


EXKURS: Oberleitungsmaste

Derartige Masten wurden zur Befestigung von Oberleitungen immer dort aufgestellt, wo eine Befestigung an Häusern nicht möglich war. Das war vor dem Krieg im wesentlichen z.B. entlang von bzw. auf städtischen Plätzen oder auf breiten Straßen der Fall. Aufgrund der Zerstörungen im Krieg, wurden derartige Masten dann aber auch vermehrt vor zerstörten oder beschädigten Häusern aufgestellt, an denen die Oberleitungen nicht mehr befestigt werden konnten.


Foto veröffentlicht auf der Webseite footnote.com, entstammt dem Archiv NARA.
Hier auf einem Bild aus der Christophstraße gut zu sehen: wo Häuser noch gut erhalten sind, gibt es eine Befestigung am Haus (1), vor zerstörten Häusern oder Trümmergrundstücken stehen Masten, an denen Oberleitungen befestigt wurden, (2 und 3).

Und noch eine wichtige Feststellung. Die Trägerseile wurden nicht ganz oben an einem Mast festgemacht, sondern ein ganzes Stück unterhalb der Mastspitze, wie man auch auf dem Bild oben gut sehen kann.

Die in der Marzellenstraße zu sehenden beiden Masten wurden erst aufgrund der Kriegszerstörungen der dahinter liegenden Häuser aufgestellt.
Wenn der von Rheindorf herangezogene Kriminalist in der Doku bei seiner "eingehenden Film- und Fotoanalyse" bei Betrachtung des Bildes "ohne Kabel", welches angeblich am Tag nach dem Panzerduell aufgenommen worden sein soll, seine Finger über eine zerstörte Häuserfassade auf der rechten Straßenseite gleiten läßt und von den angeblich sichtbaren Hausbefestigungen erzählt, an denen ja nun keine Drähte mehr befestigt seien, ist dies schon unfreiwillig witzig. Vor diesem Haus steht nämlich einer der Oberleitungsmasten in der Marzellenstraße, der oben so bezeichnete und gezeigte hintere Mast. An diesem Haus waren also schon lange Zeit vor dem Panzerduell keine Oberleitungen mehr befestigt ...
Rheindorf und sein "Experte" ignorieren diese Oberleitungs-Masten bei ihrer Analyse auf der DVD vollständig ...

dd.) Ergebnis Beweis 4


In das Himes-Foto hineinkopiert: 1) Bildausschnitt vom Bates-Film bei Schwenk auf Dom, 2) Bildausschnitt vom Bates-Film mit den Nahaufnahmen des Panther mit flüchtenden Soldaten. Markiert zudem die Hausecken (gelbe Linien) und die Oberleitungsmasten (rot, a) und b)).
Da an den Haus-Befestigungen am linken Gebäude keine Oberleitungen befestigt waren, am Mast b) das ursprüngliche Trägerseil abgerissen herunter hing, alle sichtbaren Oberleitungen über der Straße also noch vor der Hausecke links hängen mußten, konnten in den Bildausschnitten von Bates, die ja auch nur den hinteren Straßenabschnitt der Marzellenstraße zeigen, auch gar keine Oberleitungen zu sehen sein ...

 


Zeitzeugen


Die vier Befestigungen am Häuserkomplex auf der linken Straßenseite Marzellenstraße kann man übrigens auch in der heutigen Zeit dort noch sehen, hier zwei von ihnen. In der Fachsprache heißen diese Befestigungen übrigens Wand- oder Oberleitungsrosetten.

 

Beweise 5 - 8 überspringen

e.) Beweis 5 - Letztes Trägerseil im Himes-Foto sichtbar

aa.) Das Trägerseil


Auf dem Bild von Himes aus der höheren Perspektive ist bei genauer Betrachtung zu erkennen, daß Teile der über der Straße hängenden Oberleitungen am unteren Bildrand zu sehen sind - blaue Pfeile.

 


Hier der entsprechende Bildausschnitt, in dem die Oberleitungen zu sehen sind

 


Hier wird der Ausschnitt aus dem Himes-Foto mit dem Ausschnitt des Fotos aus der niedrigeren Perspektive verglichen. Eindeutig handelt es sich hier um die gleichen Aufhänger (gelbe Pfeile), die Ausrichtung und die Form der Fahrdrähte zeigen (rote und blaue Pfeile), daß diese Aufhänger und Fahrdrähte auf beiden Bildern unverändert hängen. Die gut sichtbaren Aufhänger im Himes-Bild sind in dem Bild mit den Oberleitungen gut zuzuordnen. Form und Verlauf der beiden herunter hängenden Drähte des rechten Aufhängers (blaue Pfeile) sowie der Verlauf der weiteren sichtbaren Drähte (insbesondere der straff gespannte Fahrdraht - mit roten Pfeilen gekennzeichnet) auf beiden Bildern lassen den Rückschluss zu, daß an Position und Lage der Oberleitungen auf beiden Bildern auch nichts verändert worden ist, sie also weiterhin in der gleichen Höhe hängen und an gleicher Stelle in der Straße. Die Position der weiteren im unteren Bildausschnitt sichtbaren Oberleitungen und insbesondere Aufhänger, die im oberen Bild nicht zu sehen sind, werden wir im weiteren Verlauf der Untersuchung noch klären.

bb.) Position dieses Trägerseils im Oberleitungsgewirr

Aus einem Vergleich der Verläufe der Oberleitungen und einem Größenvergleich der verschiedenen Aufhänger wird deutlich, daß diese Aufhänger im Himes-Foto tatsächlich auch die am weitesten hinten Richtung Panther Panzer hängenden Aufhänger sind. Alle weiteren Aufhänger im Bild hängen näher Richtung Fotograf. In der Rheindorf-Doku gibt es hinsichtlich der unteren Perspektive mit den über der Straße hängenden Oberleitungen zwei räumlich dicht nebeneinander liegenden Kamerastandorte. Mit ein wenig Wissen über perspektivisches Sehen kann man leicht nachweisen, daß das betreffende Trägerseil mit den zwei Aufhängern die letzte Oberleitung Richtung Panther ist.

 


Zunächst bietet sich ein vergleichender Blick auf die Größe der Aufhänger untereinander an. Beim Aufhänger (1) handelt es sich wie bei dem Aufhänger (4) um einen solchen für zwei Fahrdrähte. Aufhänger (4) ist jedoch sehr viel größer, hängt daher näher zum Fotografen. Ein Vergleich von (1) mit den nur einen Fahrdraht tragenden Aufhängern (2) und (3) fällt aufgrund dieser bautechnichen Besonderheit schwer. Vergleicht man jedoch (2) und (3), sieht man, daß (3) größer ist als (2) und näher zum Fotografen hängt. Der rote Balken über der (2) wird als gleich großer gelber Balken über (3) gezeigt, der Vergleich ist eindeutig. Ein Vergleich auch der der Dicke der Aufhänger läßt schon die Erkenntnis zu, daß es eine Reihenfolge von vorne nach hinten: (4), (3), (2) gibt. Was ist mit Aufhänger (1), von dem zwei Drähte herunterhängen ? Näher als (3) wird er nicht hängen, dafür ist (3) als Aufhänger für einen Fahrdraht zu groß. Hängt er aber zwischen (2) und (3) ? Als Aufhänger für zwei Fahrdrähte darf man (1) eigentlich nicht kleiner vermuten als den Aufhänger für einen Fahrdraht (2), eher doch größer. Ein Größenvergleich mit (2) zeigt jedoch, daß (1) kleiner ist als (2), der rote Balken über (1) ist der Längenbalken von (2). Würde (1) näher hängen als (2) hätte er aber auf jeden Fall größer sein müssen. Die Schlußfolgerung: (1) hängt noch hinter (2). Damit haben wir alleine durch einen Größenvergleich der Aufhänger eine Reihenfolge von vorne nach hinten: (4), (3), (2), (1). Aufhänger (1) hängt in der Marzellenstraße am weitesten nach hinten auf den Panther zu.


Auf dem Bildausschnitt des Fotos aus dem NARA-Archiv wird aber auch ohne den oben angestrengten reinen Größenvergleich deutlich, daß das Trägerseil aus dem Himes-Bild das letzte Trägerseil in Richtung Panther ist. Bei Aufhänger (1) beginnt ein Kabel, welches über Aufhänger (2) und Aufhänger (3) führt (rote Pfeile markieren den Leitungsverlauf) und dann rechts aus dem Bild verschwindet. Zu diesem Zeitpunkt, wo er rechts aus dem Bild verschwindet, befindet der Draht sich aber bereits in der Straße An den Dominikanern, man sieht deutlich das entsprechende Straßenschild (4) an dem Eckhaus. Dieses Bild in größerer Auflösung hier (314 KB). Die Drähte, die von Aufhänger (1) weiter Richtung Panther geführt hätten, hängen herunter auf die Straße (sieht man auch auf dem Himes-Bild). Alle im Gesamtbild sichtbaren Drähte lassen sich zudem den sichtbaren Aufhängern zuordnen.


Hier noch einmal das Bild aus Beweis 3 mit den sichtbaren Straßenbahnschienen (gelb gestrichelte Linie), die in der Kurve von der Marzellenstraße in die Straße An den Dominikanern verläuft. Mit der im Bild davor gewonnenen Kenntnis vom Verlauf des Fahrdrahtes (hier jetzt gelbe Linie) läßt sich sehr gut erkennen, daß die Trägerseile mit den Aufhängern (rot markiert) und den Fahrdrähten über der Straßenbahnkurve verlaufen. Die blau gestrichelte Linie markiert den Beginn des Kurvenverlaufs. Er beginnt in Höhe des rechts erkennbaren Mastes an der Straßenseite.

cc.) Position dieses Trägerseils über der Straße

An dem soeben als letztes Trägerseil Richtung Panther festgestellten Trägerseil sind auch noch weitere Details interessant. Der dortige Aufhänger ist ein solcher, an dem zwei Fahrdrähte nebeneinander hängen können. Und an ihm hängen tatsächlich auch zwei Fahrdrähte:

Die mit gelb und rot gepunkteten Linien dargestellten Fahrdrähte laufen nach vorne auf den Kameramann zu und die beiden blau gepunktet dargestellten Fahrdrähte hängen vom Aufhänger herunter. Da sich hinter diesem Trägerseil keine weiteren Trägerseile bzw. Aufhänger mehr Richtung Panther befinden zu denen sie dann weiter laufen könnten, hängen diese beiden Fahrdrähte herunter. Den rot gepunkteten einzelnen Fahrdraht hatten wir eben den in der Kurve Richtung An den Dominikanern abbiegenden Schienen zugeordnet, die nächsten in diese Richtung verlaufenden Aufhänger sind dementsprechend auch nur Aufhänger für einen einzelnen Fahrdraht. Da rechts davon kein Aufhänger mehr zu sehen ist, ist der Fahrdraht der Fahrspur aus der Straße An den Dominikanern in die Marzellenstraße führend zuzuordnen.
Von dem Aufhänger für zwei Fahrdrähte geht der gelb gepunktet dargestellte Fahrdraht nach links weg, er folgt also nicht dem Kurvenverlauf. Damit mußes sich um einen Fahrdraht handeln, der aus Richtung Eigelstein kommend geradeaus über die Kreuzung und die Marzellenstraße verläuft.
Diese Form der Fahrdrahtführung, die wir hier sehen, war üblich. Zwei Fahrdrähte nebeneinander kommen zur Vorbereitung eines Kurvenverlaufs an und ein Fahrdraht davon geht dann geradeaus weiter, der andere folgt der Abzweigung:

Beispiel einer solchen Fahrdrahtführung an einer anderen Kreuzung. Eine klassische Oberleitungsführung für Abzweigungen.

Positionen und Ausrichtung der Oberleitungen sind stimmig. Die sichtbare Oberleitung hängt höhentechnisch ein gutes Stück unterhalb der Mastspitze, dies war ja oben im Exkurs Oberleitungsmaste auch bereits als gängige Praxis festgestellt worden. Die Höhe über den Schienen paßt ebenfalls, auch wenn die Oberleitung aufgrund der Zerstörungen im Oberleitungsnetz vielleicht ein Stück niedriger hängt als bei einem normal verspannten Oberleitungsnetz.

Damit ist das letzte Trägerseil nebst Aufhängern und daran hängenden Fahrdrähten Richtung Panther eindeutig für diese Stelle am Beginn des Kurvenverlaufs zur Straße An den Dominikanern lokalisiert.

dd.) Höhe dieses Trägerseils

Hängt das auf dem Himes-Bild zu sehende letzte Trägerseil auch noch in der gleichen Höhe wie in den Rosenmann-Filmbildern ? Rheindorf hatte mir gegenüber einmal geäußert, dieses sichtbare Trägerseil könne von den Amerikanern für die - nach seiner Thorie - nachgestellten Filmaufnahmen ja auch absichtlich tiefer gehängt worden sein.

Aber wie sollte das denn funktionieren ? Die Amerikaner lösen die Befestigung der Trägerseile oben am Pfahl bzw. auf der anderen Straßenseite an einem Haus und statt die Trägerseile dann bei dieser Gelegenheit gleich ganz weg zu lassen, befestigen sie die Trägerseile wieder in niedrigerer Höhe ???? Und als die Filmaufnahmen dann durch waren, haben sie sie wieder in die alte Höhe gehängt, weil sie niedrig gehängt ja nur eine Behinderung dargestellt hätten - oder haben sie sie dann vielleicht auch noch ganz entfernt ???
Warum haben die Amerikaner die Leitungen nicht einfach direkt komplett herunter gerissen bzw. durchgeschnitten, wenn sie angeblich nachgestellte Kampfszenen nicht beeinträchtigen wollten ???

Ich möchte bei dieser Gelegenheit auch einmal ausdrücklich bezweifeln, daß diese sichtbaren 4 Trägerseile plus Fahrdrähte bei einer laut Rheindorf angeblichen Verteilung über die ganze Straße aus einer Film-Höhe von 11 Metern überhaupt so störend gewesen wären, daß man sie unbedingt entfernen mußte. Derart dünne Oberleitungsdrähte hätten doch in dieser Trümmerlandschaft kaum eine wirkliche Sichtbehinderung dargestellt.

Foto aus der Sammlung Bernd Fromader
Ein Foto aus der Vorkriegszeit vom Kölner Ebertplatz mit vielen Oberleitungen. Das Bild dürfte aus etwa gleicher Höhe gemacht worden sein wie 1945 die Filmaufnahmen von Bates in der Marzellenstraße. Die Oberleitungen sind im Vordergrund, nahe zum Kameramann, gut zu sehen. Je weiter man nach hinten blickt, umso weniger sichtbar werden die Oberleitungen, hinten sind sie nur noch zu erahnen. Das Auto ganz hinten am oberen Bildrand dürfte sich in etwa in gleicher Entfernung vom Kameramann befinden wie seinerzeit der Panther am Dom von Jim Bates im Haus der Deutschen Arbeitsfront entfernt war, ca. 120 Meter.
Eine echte Sichtbehinderung durch Oberleitungen, die ein Entfernen notwendig machen würden, kann man nun wirklich nicht feststellen. Nicht im Vordergrund und erst recht nicht hinten im Bereich des Autos. Diese unnötige Arbeit hätte man sich seinerzeit für die Filmaufnahmen eines Signal Corps Kameramannes sicherlich nicht gemacht.

Und die Theorie des Abhängens für gefakte Filmaufnahmen wird noch einmal besonders abstrus, wenn man sich bewußt macht, wie verwackelt die Filmaufnahmen von Bates waren. Denn wenn alles wirklich ein sorgsam vorbereitetes Fake gewesen wäre, hätte Bates die Kamera auf einer vorbereiteten Unterlage ruhig positionieren können, etwa auf dem Fensterbrett oder auch auf einem Stativ. Da er dies nicht getan hat, müßte man zwangsläufig davon ausgehen, daß Bates den Effekt der Verwacklungen absichtlich herbei geführt hat, um die Aufnahmen authentischer wirken zu lassen und vor allem es dem Betrachter schwerer zu machen, eventuelle unlogische Details zu erkennen und dadurch möglicherweise die Aufnahme als Fake entlarven zu können.
Aber bei solchen Prämissen hätte man sicher nicht noch ein paar dünne Oberleitungen über der Straße entfernt, um damit dem Betrachter dann doch wieder einen besseren Blick auf die Szenerie zu ermöglichen. Wie man es auch dreht, Rheindorfs Theorie ist auch an dieser Stelle nicht in sich stimmig.

Und weg von der Theorie:
hängt denn das auf dem Himes-Bild sichtbare Trägerseil überhaupt tiefer als auf den Rosenmann-Filmaufnahmen ?

Auf dem Himes-Bild kann man den unteren Teil des Mastes und damit den Beginn der Kurve leider nicht sehen, weil dieser Bereich in den dunklen Schatten unten im Bild fällt. Daher muß man zu einem kleinen Trick greifen. Mit einem Bildvergleich kann man den Beginn der Kurve und den Fuß des Mastes maßstabsgerecht dem Himes-Bild zuordnen. Dazu betrachte ich zunächst drei verschiedene Bilder, auf denen der Mast zu sehen ist und untersuche Übereinstimmungen in der Struktur des Mastes, um sagen zu können, wie weit der Mast auf dem Himes-Bild im dunklen Bereich noch weiter nach unten geht. Das Bild:

Bild 1 ist der Mast im Himes-Bild, Bild 2 der Mast in dem Bild mit den Oberleitungen aus dem NARA-Archiv, Bild 3 ist der Mast im Bild oben mit den Straßenbahngleisen. Übereinstimmungen sind schnell zu finden, bei Drähten wie bei der Musterung des Mastes, die gelben Pfeile zeigen es. Somit sind alle drei Bildausschnitte so nebeneinander gestellt, daß man insgesamt die gesamte Länge des Mastes sehen kann. Es wird deutlich, wieweit der Mast in dem Himes-Bild noch weiter nach unten geht, Bild 3 zeigt den restlichen fehlenden Verlauf des Bildes 1.
Nun nehme ich das Bild von oben mit Straßenbahnschienen in der Kurve und füge es so unten an das Himes-Bild an, daß der im Himes-Bild fehlende restliche Mastverlauf bis zum Boden sichtbar wird. Die blaue gestrichelte Linie macht deutlich, wieweit es im dunklen Bereich des Himes-Bildes noch bis zum Straßenboden ist, wo die Kurve der Straßenbahn beginnt. In den gelben Kreisen die oben gezeigten beiden Kabelaufhänger, die im Himes-Bild gerade noch sichtbar sind.

Im Himes-Bild, welches ja dem Blickwinkel der Bates-Filmaufnahmen entspricht, beginnt der Kurvenverlauf und damit die darüber hängenden Oberleitungen also richtig erst im dunken Bereich des Himes-Fotos. Die Höhe des Trägerseils und der Aufhänger über der Straße ist stimmig. Das betreffende Trägerseil hängt auf der Aufnahme von Himes nicht tiefer als auf den Rosenmann-Filmaufnahmen, wurde also auch ganz sicher nicht extra für Filmaufnahmen tiefer gehängt.
Alles in allem ein weiterer eindeutiger Beweis, daß alle Oberleitungen nahe dem Haus der Deutschen Arbeitsfront hängen und zwar zwischen dem auf dem Himes-Foto unten sichtbaren Trägerseil nebst weiteren Drähten und Aufhängern und dem Haus der Deutschen Arbeitsfront.

 

Das Himes-Foto in einer Kollage mit dem Katasterplan:

Hier wird besonders deutlich, wieviel Straßenraum der Marzellenstraße noch hinter dem Bereich liegt, in dem die Oberleitungen über dem Kurvenverlauf hängen. Als gelber Punkt in der Karte eingezeichnet der Mast an der Hausecke, in dessen Höhe der Kurvenverlauf beginnt, über dem die Oberleitungen hängen. Der grüner Pfeil ganz unten bezeichnet Position und Blickrichtung von Bates und Himes im Haus der Deutschen Arbeitsfront.

ee.) Ergebnis Beweis 5


In das Himes-Foto hineinkopiert: 1) Bildausschnitt vom Bates-Film bei Schwenk auf Dom, 2) Bildausschnitt vom Bates-Film mit den Nahaufnahmen des Panther mit flüchtenden Soldaten.
Das Trägerseil mit den Aufhängern und den daran nach unten hängenden Fahrdrähten, von dem wir nach den obigen Feststellungen nun wissen, daß es das letzte Teil der Oberleitungen in Richtung Panther ist, wird durch die gelben Striche (3) dargestellt. Daher konnten in den Bildausschnitten von Bates, die ja nur den hinteren Straßenabschnitt der Marzellenstraße zeigen, auch gar keine Oberleitungen zu sehen sein ...

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