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Die Dächer des Kölner Doms (1)

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Die Dombauverwaltung bietet eine Führung über und unter den Dächern des Kölner Doms an. Dabei handelt es sich um eine sehr nachgefragte Führung. In den ebenerdigen Innenraum des Doms kommt man ja auch ohne eine Führung herein, die Dächer des Doms sind aber für das normale Publikum in der Regel nicht erreichbar. Auch wenn z.T. an manchen Tagen mehrere Führungen parallel nebeneinander laufen, muß man daher bei der Buchung einer auf maximal 17 Personen begrenzten Führung doch mit einer Wartezeit von etwa 3 bis 4 Monaten rechnen, bis man einen der begehrten Teilnehmerplätze für eine Führung hält. Die Führung ergibt aber so viele interessante und neue Einblicke in die Struktur des Doms und seiner Dächer und die Arbeit der Dombauverwaltung und der Dombauhütte, daß die Führung jedem Dom-Freund nur empfohlen werden kann. Eine gewisse Schwindelfreiheit ist bei den Teilnehmern jedoch empfohlen. Die Führungen auf das Dach weichen mitunter leicht voneinander ab, manchmal geht es z.B. auch auf den Vierungsturm hinauf, manchmal nicht, auch im Innenraum gibt es verschiedene Touren.

 


Jede Tour startet an der Nordseite des Doms, wo ein Bauaufzug die Teilnehmer der Führung auf das Dach befördert, hier mit Pfeilen eingezeichnet die Stelle, wo der Aufzug sich befindet.

Unser Rundgang führte uns zunächst bei einem Zwischenstop des Aufzugs auf eine Höhe von 20 Metern und dann von dort über kleinere Nebendachräume und schmale Gänge zur Westseite des Innenraums.


Von dort - genau vor dem Triforiumsfenster des Westportals stehend - hat man einen hervorragenden Blick in den Innenraum des Doms. Die Dachgewölbe über dem Innenraum befinden sich übrigens in einer Höhe von 43,35 Metern.


Blick auf den Dreikönigenschrein.


Sodann ging es mit dem Bauaufzug weiter in eine Höhe von ca. 45 Metern. Dort steigt man aus dem Aufzug auf eine Gerüst-Plattform, die weiter nach hinten zu den Dachräumen führt. Unten zu sehen die Trankgasse und ein Stück des Bahnhofsvorplatzes.


Von der Domführerin werden Erläuterungen auf der Plattform gemacht. Gerade hier ist bereits Schwindelfreiheit gefragt, trennt doch auf dem filigranen hohen Baugerüst nur eine Eisenstange den Besucher vom Abgrund nebenan.


Blick von der Plattform Richtung Nordwesten, im Hintergrund Fernmeldeturm, Kölnturm und Trümmerberg.


Blick hoch zu den Türmen. Das große Gerüst wird noch mindestens bis zum Jahre 2020 am Nordturm zu finden sein, danach wandert es hinüber zum Südturm und wird auch dort etwa 20 bis 25 Jahre um den Turm wandern.
Der Dachfirst befindet sich in einer Höhe von 61,10 Metern, die Dachfläche des Doms ist etwa 12.000 qm groß.


Die romanische Kirche St. Kunibert wirkt vergleichsweise klein gegenüber den wuchtigen Mauern des Doms. Blick auf die nördlichen Stadtteile.


Der 1,35 Meter hohe Dachkamm aus Zinkguß wurde zwischen 1984 und 1990 nach einer notwendigen Restaurierung neu auf dem Dach montiert.


Sodann geht es in das Innere der Dächer. Die ca. 15 Meter hohen Dächer werden durch eine Eisenkonstruktion getragen. Diese ist im Jahr 2010 genau 150 Jahre alt geworden. Bei ihrer Erbauung 1860 - zeitlich also noch lange vor dem Eiffelturm - war sie eine der größten Eisenkonstruktionen Europas. Die reine Konstruktion wiegt etwa 180 Tonnen, das darauf befindliche Bleidach selbst noch einmal 600 Tonnen.
Die beiden hinten sichtbaren Pavillons sind übrigend die Sozialräume der Dombau-Mitarbeiter, ein Aufenthaltsraum und die Toiletten.


Unten im Bild zu sehen die Mauern der Gewölbe über dem Innenraum des Doms.


Die gleichen Gewölbe von unten aus dem Innenraum des Doms her gesehen. Insgesamt 92 Gewölbe befinden sich im Dom, davon sind 22 Hochschiffgewölbe. Das größte Gewölbe mit einem Ausmaß von 14 x 14 Metern befindet sich über der Vierung.

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