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Kurzfassung der Bewertung der Kabel-Theorie

Schon auf den ersten Blick sieht man, daß die Perspektiven der untersuchten Filmbilder sehr unterschiedlich waren.

Abbildung 1 - Filmbilder von Rosenmann (links) und Bates (rechts)
Die Bilder wurden aus unterschiedlichen Höhen gemacht. Die vom Kameramann Rosenmann gemachten Bilder mit Kabeln wurden aus einer Höhe von maximal 4 Metern gemacht, die vom Kameramann Bates gemachten Bilder ohne Kabel aus einer Höhe von ca. 11 Metern, es gab also eine Höhendifferenz von gut 7 Metern.

Mit ein wenig Aufwand kann man das auf den ersten Blick verwirrende Oberleitungsgewirr auf den Filmbildern entflechten und die Funktion und Lage aller sichtbaren Leitungen zuordnen:

Abbildung 2
Es handelt sich um Trägerseile, Kabelaufhänger und Fahrdrähte der städtischen Straßenbahn, die man dort sehen kann. An den Trägerseilen, die über die Straße gespannt sind, hängen mit Kabelaufhängern befestigt die Fahrdrähte.

Die Oberleitungen hängen nach dem Ergebnis der umfangreichen Analyse der Langfassung meiner Ausarbeitung gar nicht über der ganzen Straße. Im folgenden Bild eines Katasterplans dieses Areals ist der begrenzte Straßenraum zu sehen, über dem die sichtbaren Oberleitungen tatsächlich nur hängen (im grau hinterlegten rechteckigen Rahmen):

Abbildung 3
Die beiden schwarzen Punkte unten stellen den ungefähren Standort von Bates (links) und Rosenmann (rechts) dar. Oben als rotes Rechteck markiert der Standort des Panther. Alle sichtbaren Oberleitungen, also Trägerseile, Aufhänger und Fahrdrähte lassen sich eindeutig und ausschließlich den im Kurvenbereich Marzellenstraße / An den Dominikanern zu findenden Straßenbahngleisen zuordnen, damit ist klar, daß die Oberleitungen garnicht im hinteren Teil der Marzellenstraße auf den Panzer vom Typ Panther zu hängen. Im folgenden vergrößert der oben genannte betreffende Kreuzungsbereich:

Abbildung 4
Blau gepunktet die Fahrdrähte, rot gestrichelt die Trägerseile, als rote Punkte die Kabelaufhänger. Alle Kabel hängen sehr nahe zum an der Kreuzung gelegenen Haus der Deutschen Arbeitsfront hin, aus dem die Filmbilder seinerzeit aus aufgenommen worden waren.


Abbildung 5
Die Kreuzung aus Richtung Bahnhofstraße gesehen. Rechts damaliges Haus der Deutschen Arbeitsfront, Blick geradeaus in die Straße An den Dominikanern, nach links das Stück Marzellenstraße, an derem Ende (weitere noch ca. 90 Meter links aus dem Bild heraus) der Panther steht. Gelb gepunktete Linie ist die Höhe der Oberleitungs-Befestigungen an den Häusern. Die rot gepunktete Linie ist die Höhe, in der Bates und Himes ihre Kameras hielten, als sie in der dritten Etage des Hauses der deutschen Arbeitsfront standen. Ihr Blickwinkel wird mit dem grünen Pfeil dargestellt. Leicht weiß schattiert die Ebene, in der über der Kreuzung hängende Oberleitungen sich befunden haben, wenn sie in exakt der gleichen Höhe gehangen hätten, wie sich die Befestigungen an den Wänden befunden hätten.

Von der dritten Etage aus schaute Bates also über die in einer Entfernung von nur maximal 25 - 30 Meter vom Haus hängenden Oberleitungen hinweg. Der deutsche Panther stand ca. 120 Meter vom Haus entfernt, über den letzten ca. 90 Meter Straßenraum vor dem Panther hängen also keine Oberleitungen und daher können auf den Filmbildern von Bates zwangsläufig gar keine Oberleitungen gesehen werden.

Ein ebenfalls aus dem Haus gemachtes Weitwinkel-Foto des Fotografen Himes:

Abbildung 6
Aus dieser Perspektive aus 11 Metern Höhe im Haus der Deutschen Arbeitsfront wurden auch die Filmaufnahmen vom Beschuss des Panther von Bates gedreht. Hereinkopiert in das Himes-Bild habe ich Bates Nahaufnahme des Beschusses des Panthers (2) und Bates finale etwas weitere Aufnahme der Szenerie vor dem Schwenk nach oben auf den Dom (1) - alles ohne sichtbare Oberleitungen. Ein in diesem Bild im Original gut sichtbare Trägerseil mit 2 Kabelaufhängern und daran nach unten hängenden Fahrdrähten, von dem nach meinen Ausführungen in der Langfassung bekannt ist, daß es das letzte noch hängende Oberleitungsteil in Richtung Panther ist (oben in Abbildung 2 ist es das blau gepunktete Trägerseil mit den Kabelaufhängern Nummern 5 und 6), wird hier durch die gelben Striche (3) dargestellt. Durch dieses Bild wird noch einmal besonders deutlich, warum die Oberleitungen in den Filmaufnahmen von Bates gar nicht gesehen werden konnten und Rheindorf mit seiner Theorie ins Leere läuft.

 

Ergebnis

Die Beweise gegen die Kabel-Theorie von Rheindorf sind eindeutig. In den Rosenmann-Aufnahmen hingen die sichtbaren Oberleitungen nicht an den Häusern auf der linken Straßenseite und damit auch nicht über der ganzen Straße, wie Rheindorf es behauptet.

Im Gegensatz zu dem sehr amateurhaft wirkenden einfachen Bildervergleich auf Rheindorfs DVD kann nach dem in der Langfassung meiner Untersuchung durchgeführten und den Namen verdienenden "eingehenden Film- und Fotoanalyse" gesagt werden, daß die Straßenbahnoberleitungen aus den Filmszenen von Rosenmann in den Filmaufnahmen von Bates schon alleine wegen der örtlichen Gegebenheiten nicht gesehen werden konnten - Bates filmte aus 11 Metern Höhe mit seiner Kamera schlichtweg darüber hinweg. Es fehlen also in den Bates-Bildern keine extra abgehängten Oberleitungen und damit ist auch die als Dreh- und Angelpunkt für Rheindorfs Theorie wirkende Feststellung widerlegt, die Aufnahmen mit den aus dem Panther flüchtenden Soldaten seien zwangsläufig viel später nachgedreht worden, eben weil darin Oberleitungen fehlen.

Mit der Kabel-Theorie verliert Rheindorf sein einziges durch Tatsachen (Bilder) objektiv belegbare Beweismittel, denn nur dadurch, daß Rheindorf bewiesen haben wollte, daß Oberleitungen abgehängt worden sind und Szenen dadurch zwangsläufig sehr viel später gedreht sein mußten, haben die anderen Beweismittel einen Ansatzpunkt, durch den sie zwar auch nicht unbedingt sicherer oder richtiger werden aber zumindest nachvollziehbarer gewesen wären.

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Weitere angebliche Beweise

 
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