Dierk's page
 
 

Home
Anicursor
Köln
Fotos
Dierk-Cam
Personalien
Awards
Excel-Tools
Anigifs


Zu Favoriten
Gästebuch

Suchformulare


Suche in Seite
Suche in Site
Suche im Web

 
English
English
Tutorial Deutsche Version
Deutsch

Herstellung animierter Cursor - Teil 2

Inhalt
- Vorwort
- Der Cursor-Editor
- Die Größe des Cursors
- Funktionsweise des Cursors          
- Import-/Exportfunktion
- Farbtiefe
- Hotspot
- Transparenz
- Negativ-Farbe
- Opazität
- Mal-Werkzeuge
- Jiffy - Zeitrechnung für Cursor    
- Preview
- Autorenangabe
- Speicherung
- Installation des Cursors
- Schlußwort

FARBTIEFE:     to top
Bei der Neu-Erstellung eines Cursors bieten die meisten Cursor-Editoren verschiedene Farbtiefen an. Das reicht von Monochrome über 16 Farben und 256 Farben bis hin zu True Color. Dies bedeutet nichts anderes, als daß Du wählen kannst,
Neuer Cursor Optionen
AX-Cursors fragt nach den Vorgaben für neuen Cursors
auf wieviele Farben Du bei der Erstellung des Cursors zurückgreifen kannst, auf welche mehr oder weniger umfangreiche Farbpalette. Wenn Du einen Cursor selber zeichnen möchtest, reichen in der Regel 256 Farben vollkommen aus. Falls Du aber Fotos oder farbenfrohe Grafiken oder Animationen importieren möchtest, empfiehlt sich die Erstellung in Form eines True Color Cursors. Hier sehen insbesondere Fotos in den meisten
256 color palette
256 Farben Palette
Fällen sehr viel lebensechter aus als mit nur 256 oder weniger Farben. Das liegt daran, daß eine Vielzahl von Farb-Zwischenstufen die Übergänge bei Schattierungen oder Farbverläufen sehr viel weicher gestalten als bei wenigen verfügbaren Farben.
example gif
TrueColor cursor 
in Windows 98 
example gif
TrueColor cursor
in Windows NT
Es ist allerdings zu beachten, daß True Color Cursor auf Windows NT-Rechnern Probleme mit der transparenten Farbe verursachen. Diese erscheint nämlich dort nicht durchsichtig sondern ist schwarz eingefärbt.

HOTSPOT:     to top
Jeder Cursor hat einen Hotspot. Das ist der Klick-Punkt eines Cursors, d.h. die aus 1 Pixel bestehende Stelle des Cursors,
Hotspot
Hotspot rot markiert
die auf der Programmoberfläche an entsprechender Stelle bei Berührung oder Mausklick eine dort hinterlegte Aktion des Programms veranlassen kann (Klick auf einen Button, Klick in eine Eingabezeile etc.). Dieser Hotspot wird z.B. bei Zeigern regelmäßig in der Spitze des Pfeils untergebracht. Standardmäßig wird der Hotspot von den gängigen Cursor-Editoren in die linke obere Ecke eines Frames gesetzt. Die Editoren lassen aber auch die Möglichkeit zu, den Hotspot in jeden anderen der insgesamt 1.024 Bildpunkte eines Cursors zu setzen. Dies ist z.B. für Linkshänder-Cursor interessant, wenn der Pfeil nach rechts oben zeigt und der Hotspot somit in der rechten oberen Ecke des Frames in der Pfeilspitze untergebracht werden muß. Ebenso kann der Hotspot natürlich auch in die Mitte der Cursorfläche gesetzt werden, etwa wenn der Mittelpunkt einer Zielscheibe der Hotspot sein soll.

TRANSPARENZ:     to top
Eine weitere Besonderheit von Cursorn ist die Möglichkeit,
transparenter cursor
Transparenter Cursor
neben der Zeichnung des Cursors auch transparente Flächen zu schaffen. Damit ein Pfeil-Cursor nämlich auf dem Desktop auch wirklich nur wie ein Pfeil aussieht, müssen alle Pixel um den Pfeil herum transparent gemacht werden. Alle Editoren haben hierfür neben den üblichen Farben der Farbpalette auch eine Farbe "Transparent", mit der dann alle Pixel um den Pfeil herum unsichtbar gestellt werden können. Als Standardeinstellung wird übrigens regelmäßig bereits bei der Anlegung eines neuen Frames
Blaue Farbe um den Cursor herum
Blau!
die ganze Frame-Fläche transparent gestellt, so daß gleich mit der Erstellung des eigentlichen Cursorobjekts, z.B. einem Pfeil, inmitten einer transparenten Umgebung gestartet werden kann. Wäre die Fläche um den eigentlichen Cursor herum nicht transparent sondern z.B. blau, sähe das bei einem Pfeil-Cursor nicht ganz so toll aus.

Die transparente Farbe ist auch bei Fehlerkorrekturen ein wichtiges Hilfsmittel. Falls Ihr nämlich einmal aus Versehen ein paar Pixel zuviel bemalt haben solltet, könnt Ihr diese Pixel mit der transparenten Farbe ganz einfach wieder korrigieren. Die prinzipiell als Alternative auch mögliche Undo-/oder Rückgängig-Funktion des Editors hat hier meistens den Nachteil, daß noch mehr wieder rückgängig gemacht wird, als nur die fehlerhaft zuviel bemalten Pixel.

NEGATIV- FARBE:     to top
Die zweite besondere Farbe eines Editors neben der
Negativ-Farbe
Negativ-Farbe
transparenten Farbe ist die "negativ"-Farbe. Wenn man mit dieser in einem Cursor malt, werden die Farben der Desktopoberfläche unter diesen Flächen, wenn der Cursor darüber fährt, im Cursor farbnegativ dargestellt. Aber mit diesem Effekt sollte man durchaus sparsam umgehen. Windows NT hat Probleme mit der Darstellung derartiger Cursor und zeigt alle transparenten Flächen des Cursors schwarz eingefärbt. Will man seine Cursor für alle Windows Systeme nutzbar machen, verzichtet man besser auf "negativ"-Farbe.

OPAZITÄT:     to top
Mit Opazität bezeichnet man den Grad der Transparenz eines
Opacity
Opazität
Objekts. Je nach eingestellter Opazität ist ein Objekt, z.B. ein Bild, vor einem beliebigen Hintergrund mehr oder weniger undurchsichtig. Ein sogenannter Alpha Channel beinhaltet hierzu spezielle Transparenz-Informationen für jedes Pixel des Bildes. Jedem Pixel ist im Alpha Channel ein Wert zwischen 0 und 255 zugewiesen. Wenn der eingestellte Wert für ein Pixel im Alpha Channel 0 ist, bedeutet dies, daß das Pixel 100% transparent ist. Ist der Wert auf 255 gestellt, ist das Pixel 100% undurchsichtig = volle Opazität. In den Zwischenstufen scheint der Desktop Hintergrund mehr oder weniger stark durch das Objekt durch. In den neueren Cursor-Editoren kann man den Grad der Opazität eines Cursors wählen. Dazu ist allerdings erforderlich, daß man bei Erstellung eines neuen Cursorprojekts als Cursortyp einen 32-bit-Cursor
cursortyp 32-bit
mit Alpha Channel wählt. Das Ganze funktioniert zudem nur mit Win 2000 und Win XP, da nur diese den Alpha Channel für Cursor unterstützen. Man kann die Opazität für den ganzen Cursor oder über entsprechende Markierung auch nur für Teile bzw. einzelne Pixel einstellen.

Zusammenfassung möglicher Cursor-Füllungen
 
normal
  normal
transparenter cursor
Transparent
opazität
Geringere Opazität
negativ-farbe
Negativ-Farbe

 

MAL-WERKZEUGE:     to top
Die Mal-Werkzeuge der verschiedenen Editoren sind sehr häufig
Die Malwerkzeuge
Mal-Werkzeuge
gleich, Punkte, dünne Striche, dicke Striche, Farbfüllung, Kreise, Quadrate, Spiegelung usw. Gelegentlich finden sich auch ein paar ausgefallenere Mal- und Zeichenfunktionen. Hier testest Du am besten einfach mal die Editoren aus, über welche Funktionen sie so verfügen.

Wem die Werkzeuge eines Cursor-Editors nicht ausreichen, kann natürlich auch den Umweg über ein normales Bildbearbeitungsprogramm nehmen, dort auf der Fläche von 32 x 32 Pixeln mit den dortigen Werkzeugen und Effekten Bilder erstellen, die man dann in den Editor in einzelne Frames kopiert bzw. importiert (oder mehr als 32 x 32 Pixel große Bilder erstellen, die man dann vor dem Export in den Cursor-Editor in der Größe reduziert).

JIFFY - ZEITRECHNUNG FÜR CURSOR:     to top
Da es sich bei einem animierten Cursor um eine Aneinanderreihung von einzelnen Frames handelt, kann in allen Cursor-Editoren auch noch eingestellt werden, wie lange ein einzelnes Frame während des Bewegungsablaufs gezeigt werden soll. Die Zeit-Einheiten für die Dauer der Anzeige heißen in den meisten Editoren "Jiffy" und 1 Jiffy
Die Zeit-Einstellung
Zeit-Einstellung bei AX-Cursors
entspricht dabei 1/60 Sekunde. Wenn man berücksichtigt, daß normale Zeichentrickfilme etwa 18 Bilder in der Sekunde zeigen, sollte der Standardwert für die Anzeigedauer eines Cursor-Frames also etwa 3 bis 4 Jiffy betragen. In den meisten Cursor-Editoren kann der Jiffy-Wert für jedes einzelne Bild getrennt und somit unterschiedlich eingestellt werden. Der maximal einstellbare Wert pro Frame beträgt 999 Jiffies, dies entspricht also einer längsten einstellbaren Anzeige pro Frame von knapp 17 Sekunden Dauer. Möchte man den Animationsablauf an einer Stelle länger unterbrechen und z.B. zwischen einer Veränderung des Cursors ca. 1 Minute Zeit lassen, so hängt man einfach 4 Frames gleichen Inhalts hintereinander und stellt für diese vier Frames den Jiffy-Wert auf jeweils 999 Jiffies ein.

1 Jiffy   6 Jiffy   20 Jiffy
1 Jiffy   6 Jiffies   20 Jiffies
Zeitdauer pro Frame
Bei der Einstellung der Zeitdauer für jedes Frame sollte man immer etwas experimentieren und die ideale Zeitdauer für jeden Cursor herausfinden. Heftig farblich flackernde oder zappelnde Cursor sind nicht jedermanns Sache und manchmal ist weniger Animation auch mehr ...
Bei gleichmäßigen Bewegungsabläufen kann man normalerweise für alle Frames den gleichen Jiffy-Wert einstellen. Je nachdem, was man mit dem Cursor darstellen will, kann es aber auch notwendig sein, für jedes Frame einen anderen Wert einzustellen. Als Faustregel kann man festhalten, daß kürzere Zeiteinheiten pro Frame naturgemäß geschmeidigere Animationen ergeben, längere etwas abgehackter wirken.

PREVIEW:     to top
Preview
Preview
Üblicherweise enhält jeder Cursor-Editor auch eine eingebaute Preview-Funktion, so daß man immer den aktuellen Status der Animation sehen kann.

AUTORENANGABE:     to top
Schließlich hat man als Ersteller natürlich auch ein Interesse daran, daß man den Cursor als sein Werk erkennen kann.
Autorenangabe
So wird Cursor- Titel und Name des Autors hinterlegt
Die Cursor-Editoren haben hierfür die Möglichkeit, in jedem Cursor auch ein paar Textinformationen mit einzugeben, die dann zwar nicht im Cursor selbst erscheinen, aber in der Cursor-Datei hinterlegt werden und mit jedem verfügbaren Cursor-Editor ausgelesen werden können. In zwei Textfeldern kann so der Name des Cursors und der Name des Autors oder jede andere beliebige Info eingetragen werden.

SPEICHERUNG:     to top
Irgendwann hast Du dann den gewünschten Cursor fertiggestellt. Du speicherst den fertigen animierten Cursor einfach als *.ani-Datei ab, den statischen Cursor als *.cur-Datei (Du solltest ihn natürlich schon während des Herstellungsprozesses immer mal wieder zur Sicherheit zwischenspeichern, damit nicht wegen eines Programm- oder Computerabsturzes Deine ganze bisherige Arbeit vernichtet wird).

INSTALLATION DES CURSORS:     to top
Ganz zum Schluß willst Du den Cursor natürlich auch auf Deinem Computer laufen lassen.

Cursor müssen in Windows erst installiert werden, bevor sie genutzt werden können. Das macht man nicht dadurch, daß man - wie bei ausführbaren Dateien - im Windows-Explorer doppelt auf die Cursordatei klickt. Wenn Du bereits einen Cursor-Editor installiert hast, wird das in der Regel nur dazu führen, daß der angeklickte Cursor in dem Cursor-Editor zur Bearbeitung geöffnet wird. Damit ist der Cursor aber nicht installiert.

Die Cursor müssen zunächst einmal in einem beliebigen Ordner bzw. Verzeichnis gespeichert werden. Da Windows während der Installation eines Cursors aber standardmäßig zuerst im Windows-Programmverzeichnis nachschaut und dort wiederum in einem Unterverzeichnis "Cursor", empfiehlt es sich, Cursor immer nur in diesem Unterverzeichnis "Cursor" abzuspeichern.

Zur eigentlichen Installation des Cursors wechselst Du nun im Windows Startmenü in "Einstellungen / Systemsteuerung / Maus / Zeiger". Von der dortigen Liste kann nun ausgewählt werden, für welchen Zeigertyp ein Cursor gewählt werden soll. Windows 95 kennt 14 verschiedene Zeigertypen:

Normale AuswahlHilfeauswahl Horizontale Größenänderung
AusgelastetPräzisionsauswahl Vertikale Größenänderung
HandschriftNicht verfügbar Diagonale Größenänderung 1
Hintergrundaktivität Textauswahl Diagonale Größenänderung 2
VerschiebenAlternative Auswahl

Die anderen Windows Versionen kennen zusätzlich noch den Cursor für die "Verknüpfungsauswahl" in Fenstern und auf dem Active Desktop.

Doppelklicke z.B. "Normale Auswahl". Wähle dann im neuen Fenster im Verzeichnis, wo Du den Cursor gespeichert hast, eben diesen Cursor aus. In einer kleinen Vorschau wird der animierte Cursor gezeigt. Die Animation sieht etwas langsam aus. Laß Dich nicht täuschen, erst nach der Installation erreicht die Animation die normale Geschwindigkeit. Bestätige die getroffene Auswahl mit "Öffnen" und klicke im dann wieder erscheinenden vorigen Fenster auf "OK". Das wars !
Der Cursor ist nun auf Deinem Computersystem installiert.

Einen anderen Cursors installierst Du auf die gleiche Art und Weise.

Einen Cursor entfernt man immer dadurch, daß man ihn durch einen anderen Cursor ersetzt.

Du kannst übrigens einen eigenen Cursor auch auf Deiner Webseite benutzen. Mehr Infos hier.

SCHLUßWORT:     to top
Am besten downloadest Du Dir einmal einen der Cursor-Editoren und experimentierst mit ihm herum. Meistens handelt es sich, wie weiter oben bereits erwähnt, um Shareware-Programme, die Du für ein paar Tage kostenlos testen kann. Um sich mit der Herstellung von Cursorn vertraut zu machen, reicht das aus. Wenn Du Spaß an der Erstellung findest und zukünftig noch mehr Cursor herstellen möchtest, kannst Du die Programme dann natürlich auch kaufen.

Hier geht's zurück zum 1. Teil des Tutorials

Anicursor
Anicursor Startseite
Tutorial
Eigene Cursor auf der Webseite

 

 
  © Dierk 1995-2017   -   optimiert für MSIE und 800x600px   -   zuletzt geändert: