Dierk's page

 

Home
Anicursor
Köln
Fotos
Dierk-Cam
Personalien
Awards
Excel-Tools
Anigifs


Zu Favoriten
Gästebuch

Suchformulare


Suche in Seite
Suche in Site
Suche im Web

 


English
English
Special 3 - Panzerduell Bild für Bild (1) Deutsche Version
Deutsch

Alle nachfolgenden Bilder aus dem Originalfilm von Bates und Rosenmann stammen im wesentlichen aus der Fassung des Originalfilms auf der DVD "1945 - Kriegsende in Köln" von Hermann Rheindorf.
 

 
 
  Einleitung

Die vollständig etwa 1 Minute langen Filmaufnahmen des Kameramannes Bates zeigen den Beschuß des Panther, flüchtende Besatzungsmitglieder und das Brennen des Panther. Insbesondere die Flucht der Besatzung erstreckt sich allerdings nur über einen relativ kurzen Zeitraum von etwa 17 Sekunden. Und nicht zuletzt auch wegen der unruhigen Kameraführung fällt es sehr schwer, die genauen Abläufe in diesen wenigen Sekunden zu erkennen und zu begreifen. Je nachdem, aus welcher der vielen Quellen man sich die Filmsequenz des Panzerduells besorgt, kann es auch zu Irritationen kommen. Dort sind nämlich mitunter einzelne Szenen auch doppelt vorhanden.
Man kann sich den Filmstreifen also noch so häufig ansehen, aber es geht wirklich alles zu schnell, um Ordnung in das Chaos zu bringen. Erst eine Bild für Bild-Betrachtung jeden Bildes der Filmsequenz ermöglicht einen genaueren Einblick in die Abläufe. Denn inmitten der vielen verwackelten Bildsequenzen finden sich immer wieder einzelne Bilder, die deutlich genug sind, um den momentanen Stand des Geschehens festzustellen. Im folgenden habe ich alle relevanten Geschehnisse in insgesamt 37 entsprechenden Einzelbildern plus einigen Detailbildern dargestellt. Die Bilder sind überwiegend kleinere Ausschnitte aus den Original-Filmbildern, um Details besser sichtbar zu machen.

Video popup:
Youtube Video, die gesamte gut einminütige Panther-Filmsequenz im Original

Zudem habe ich 5 wesentliche Sequenzen des Films von Bates digital bearbeitet und zeige diese in Nahaufnahme und Zeitlupe ohne die z.T. enormen Verwacklungen des Originals. Die nur wenige Sekunden langen Flash-Videos in der Wiederholungsschleife sind an den entsprechenden Stellen auf dieser Seite aufrufbar. Zudem habe ich auf Youtube ein Video eingestellt, in dem die 5 bearbeiteten Szenen in den Originalfilm eingebaut sind, jeweils nach der entsprechenden Originalszene mit einem "R" gekennzeichnet. Dieses Video hier.


Bild zeigt einen vom Kameramann Rosenmann
gefilmten Abschuß des Pershing

Die Filmsequenz von Bates startet, nachdem der Panther ca. 1 bis 2 Sekunden zuvor vom Pershing mit einer ersten Granate beschossen worden ist. Der Panther wurde an der Seite getroffen. Das Ausbooten der Besatzung beginnt ...

Nachfolgend die Bilder jeweils zugeordnet der entsprechenden Sekunde der Filmsequenz.

 

Sekunde 1                                                             
 

 


Bild 1:
Die ersten Filmszenen zeigen Soldat 1, wie er aus der Turmluke herauskommt. Das Einschussloch der Granate ist links unterhalb des Turmes erkennbar)
   

Die Turmluke in der Kommandantenkuppel

Grafik aus zwei Skizzen von F. Gruber, aus "Panzer V Panther" von Spielberger/Doyle,
Stuttgart 2010, mit freundl. Genehmigung des Motorbuch Verlags


Quelle: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 101I-478-2166-27 via Wikimedia
Blick in die Turmluke in der Kommandantenkuppel

 


Detailbild:
Mit Hilfe der Zoomfunktion einer Videobearbeitungssoftware gelingt es mir, die Original-Pal-Bilder der Videosequenz rund um das obige Bild 1 (hier Bild rechts unten) zu vergrößern. Links oben, der im Turm erscheinende Soldat 1 schaut zunächst die Marzellenstraße hinunter zum Pershing, der seinen Panther getroffen hat. Rechts oben, er dreht er seinen Kopf Richtung Komödienstraße. Vor seinem Kopf erscheint ein länglicher Gegenstand. Dieser längliche Gegenstand erscheint in den unteren Bildern am Rand der Turmkuppel und ragt im Bild rechts unten schräg nach oben. Der Soldat hält den Kopf nun ganz Richtung Komödienstraße, man kann den Haaransatz und die Stirn besonders gut erkennen.
Es sieht alles so aus, als ob er beim Ausstieg einen Gegenstand in der Hand hält.

Die folgende Animation von 2 Filmeinzelbildern zeigt diesen Gegenstand deutlicher:

Animation:
Der Gegenstand am vorderen Rand der Kuppel.

Dieser Gegenstand könnte eine Waffe sein, also insbesondere ein Gewehr oder MG. Der Form nach scheint es aber auch nicht unwahrscheinlich, daß es sich bei diesem Gegenstand um einen Sehstab handeln könnte - also sozusagen ein Periskop für den Panzerkommandanten. Durch einen derartigen Sehstab kann der Kommandant die Umgebung sehr viel besser beobachten als durch die üblichen Winkelspiegel. Insbesondere kann er mehr Details erkennen. In der konkreten Situation des erwarteten Feindangriffs aus ggf. mehreren Richtungen wäre ein solcher Sehstab auf jeden Fall besser gewesen als die eingebaute Winkelspiegel-Optik.

 

Sekunde 3                                                             
 

 


Bild 2:
Soldat 1 müßte der Kommandant des Panther sein, da die anderen Soldaten nicht an ihm vorbei kommen, solange sein Platz im Turm von ihm besetzt wird.

 

 
Bild 3:
Der Kommandant scheint schon wieder etwas zurück in den Panther zu sacken.

Während er im Turm steht, sieht es so aus, als ob der Kommandant vor sich mit irgendwelchen Gegenständen hantiert. Möglicherweise sind dies Gegenstände, die er im Turm sitzend auf seinem Schoß liegen hatte und jetzt schnell nach aussen hin aus dem Weg räumen muß, also ohne sie einfach im Inneren des Turms auf die verbleibende Besatzung herunter fallen zu lassen. Man kann auch erahnen, daß er den weiter oben bereits erwähnten Gegenstand, also Waffe oder Periskop nach hinten vom Panzer weg schleudert. Linkes Bild, der Kommandant schaut zu Beginn zunächst aus dem Turm heraus, Stirn und Haaransatz sichtbar. Mittleres Bild, er hält Gegenstände vor sich, zunächst nur als dunkler unscharfer Fleck erkennbar. Rechtes Bild, auch noch ein dunkler Gegenstand vor ihm.

 

Video-Popup:
In Nahaufnahme und Zeitlupe diese Filmsequenz im Loop

 


Unruhige Kameraführung, kurze Unterbrechung des Sichtkontaktes.

 

Sekunde 4                                                             
 

 


Bild 4:
Auf insgesamt drei Einzelbildern ist ein fallendes Objekt zu sehen. Hierbei handelt es sich offensichtlich um den aus dem Turm gesprungenen Kommandanten. Hier eines der beiden unscharfen Film-Einzelbilder

 

 
Bild 5:
Hier das einzig schärfere Einzelbild, in dem der Kommandant bzw. seine Beine zu sehen sind. Er fällt also kopfüber herunter.

 

Bei genauer Betrachtung der Filmbilder in Sekunde 4 fiel mir anhand mehrerer Merkmale auf, daß es hier offensichtlich einen unsichtbaren Filmschnitt gibt und aus der Originalfilmsequenz an dieser Stelle vermutlich ca. 2 oder 3 Sekunden Geschehen herausgeschnitten sind. Die um diesen Schnitt herum liegenden Filmeinzelbilder lassen den Schluß zu, daß Bates sich an dieser Stelle positionstechnisch näher an das Fenster heran bewegt hat. Vermutlich waren die Aufnahmen dann so übermäßig verwackelt, daß er sie für den offiziellen Film entfernt hat. Auch denkbar ist, daß Bates das Filmen für diese kurze Zeit unterbrochen hat. Der Schnitt befindet sich genau zwischen dem letzten sichtbaren Bild des Kommandanten in der Kuppel (Bild 3 oben) und den Bildern des herunter stürzenden Kommandanten (Bilder 4 und 5).

Eine genauere Darstellung der Merkmale, an denen ich die Existenz eines Filmschnitts festmache, findet sich auf dieser Seite

Auch wenn hier also zwei oder drei Sekunden reellen Geschehens fehlen, benenne ich die jeweilige Sekunde in der Folge weiterhin nach der Laufzeit des vorhandenen Filmmaterials.
 

Video-Popup:
Die Sequenz mit dem unsichtbaren Schnitt im Loop. Schnitt befindet sich bei Bildern 13/14.

 

Sekunde 5                                                             
 

 


Bild 6:
Der Kommandant ist bei seinem Sturz aus der Turmluke herunter auf das Vordeck gefallen und richtet sich wieder auf.

 

 
Bild 7:
Der Kommandant richtet sich weiter auf.

 

Lange Zeit bin ich mir nicht sicher, ob der hier sichtbare Soldat der vom Turm gestürzte Kommandant ist oder ein weiterer aus dem Panther fliehende Soldat. Die Filmaufnahmen sind genau an dieser Stelle so unruhig und verwackelt, daß eine klare Aussage schwer fällt. Erst nach einigen umfangreichen Videoanalysen und dem Studium der Körper-Bewegungsabläufe bin ich mir nun recht sicher, daß es sich bei diesem Soldaten auf dem Vordeck um den Kommandanten handelt. Die analysierten Bewegungsabläufe dieser Person auf dem Vordeck entsprechen nämlich nicht einer Person, die aus einer Luke des Vordecks klettert sondern einer Person, deren Beine nach einem Sturz von oben bereits auf dem Vordeck liegen und die sich nun aufrichtet und sitzend zur Seite rutscht. Die Analyse:
 
Video-Popup:
In Nahaufnahme und Zeitlupe diese Fallsequenz im Loop

Weitere Hinweise: der Soldat trägt eine Jacke mit Kapuze (spätere Bilder von ihm aus Sekunde 6 zeigen dies), wie der Kommandant sie zuvor im Turm ebenfalls trug.
Und ...

... die Funker-Luke ist geschlossen, als der Kommandant zu Beginn der Filmszenen aus dem Turm schaut, Bild links oben, weißer Pfeil. Als der betreffende Soldat auf dem Vordeck liegt, geht die Funker-Luke gerade erst auf, Bild rechts oben, weißer Pfeil, er kann also jedenfalls nicht alternativ nur ein Soldat sein, der gerade durch diese Funker-Luke nach draußen klettert. In den beiden folgenden Bildern unten ist die Luke dann ganz geöffnet, im linken Bild hinten noch der Kommandant zu sehen, im rechten Bild hinten der zwischenzeitlich heraus gekletterte Funker, der vom Panther springt. Der gelbe Pfeil zeigt den Panzeraufbau des Winkelspiegels des Funkers, der gut als Orientierungspunkt für die fortschreitende Öffnung der Luke heran gezogen werden kann. Aus der Fahrer-Luke kann der Soldat andererseits auch nicht kommen, da dann die folgende sichtbare Bewegung des Rutschens des Soldaten auf dem Vordeck nach hinten so nicht mehr ausführbar wäre, wie sie tatsächlich sichtbar ist. Er muß sich vielmehr zunächst örtlich zwischen den beiden Luken befinden.

Der Kommandant ist also nach seinem Sprung aus dem Turm seitlich auf dem Vordeck gelandet, um von dort aus seine Flucht fortzusetzen. Die Version, nach der der Kommandant sich erst auf das Vordeck fallen läßt, erscheint auch realistisch, wenn man die Höhe des Panzers von gut 3 Metern berücksichtigt. Ein Sturz kopfüber vom Turm direkt auf den Erdboden wäre vermutlich nicht sehr glimpflich verlaufen, so daß der zwischenzeitliche Sturz auf das Vordeck auch im Angesicht des Feindes noch die bessere Alternative darstellte.

 


Detailbild 2:
In der Vergrößerung zu sehen Soldat 1,
der Kommandant, auf dem Vordeck.

 


Bild 8:
Der Kommandant rutscht dann etwas nach hinten und Richtung Turm, um sich etwas besser in Deckung zu bringen. Die Luke des Funkers ist nun geöffnet.

 

   
Video-Popup:
In Nahaufnahme und Zeitlupe diese Filmsequenz im Loop

 

Sekunde 6                                                             
 

 


Bild 9:
Der Kommandant scheint vom Deck des Panthers herunter zu springen. Rechts kommt der Mittelrahmen des Fensters ins Blickfeld, hinter dem Kameramann Bates im Haus der Deutschen Arbeitsfront steht und filmt ...

 

 
Bild 10:
... denn Bates wechselt offensichtlich seine Position am Fenster von links nach rechts, um mehr vom Panther sehen zu können. Der durchs Bild huschende Mittelrahmen des Fensters verdeckt kurz den Blick auf den Panther.
 


Unruhige Kameraführung, kurze Unterbrechung des Sichtkontaktes.

 

Sekunde 7                                                             
 

 


Bild 11:
Im Rahmen der unruhigen Kameraführung sieht man ein Geschoss mit Tracer durch das Bild fliegen ...

 

 
Bild 12:
... (ein Filmeinzelbild weiter) dieses Geschoss trifft jedoch den Panther nicht, fliegt über ihn hinweg.

 

Sekunde 8                                                             
 

 


Bild 13:
Im Rahmen der weiterhin unruhigen Kameraführung sieht man ein weiteres Geschoss mit Tracer ins Bild fliegen (unten am Bildrand) ...

 

 
Bild 14:
Ein Filmeinzelbild weiter noch einmal dieses Geschoss. Dieses Standbild ist wieder so deutlich, daß ein Soldat auf dem Deck des Panther zu sehen ist, der offensichtlich aus der dortigen Funkerluke geklettert ist und zur anderen Panzerseite herüber krabbelt. Es handelt sich bei diesem Soldat 2 vermutlich um den Funker des Panther.

Die Luke des Funkers

Grafik aus zwei Skizzen von F. Gruber, aus "Panzer V Panther" von Spielberger/Doyle,
Stuttgart 2010, mit freundl. Genehmigung des Motorbuch Verlags


Blick auf die Luke des Funkers


Bild 15:
Und noch ein Filmeinzelbild weiter hat das zweite Geschoss zwischenzeitlich den Panther am Turm getroffen und ist dort abgeprallt, fliegt nun in eine andere Richtung weiter. Ein paar Zentimeter weiter nach rechts hätte das Geschoss diesen Soldaten 2 vermutlich getroffen.

 

 
Bild 16:
Hinter dem Panther ist nun Soldat 1, der Kommandant, erkennbar, der während des Wechsels der Fensterseite von Bates und dem Beschuß mit den beiden Geschossen vom Panther gesprungen war und nun wieder auf die Füße kommt.

 

Sekunde 9                                                             
 

 


Bild 17:
Soldat 2 hat sich leicht aufgerichtet und scheint sich vom Panther stürzen zu wollen. Der Kommandant ist noch im Begriff, wieder auf die Beine zu kommen. Im Turm ist in Qualm eingehüllt nun ein weiterer Soldat erkennbar, Soldat 3.

 

 
Bild 18:
Soldat 2 fällt kopfüber vom Panther, man sieht die nach oben ragenden Beine. Der Kommandant steht fast wieder. Soldat 3 im Turm - vermutlich entweder Lade- oder Richtschütze - ist nun besser zu erkennen.
Die Turmluke in der Kommandantenkuppel, wo Soldat 3 nun erschienen ist

Grafik aus zwei Skizzen von F. Gruber, aus "Panzer V Panther" von Spielberger/Doyle,
Stuttgart 2010, mit freundl. Genehmigung des Motorbuch Verlags

 

Detailbild 3:
Der Kommandant hat offenbar etwas in der Hand. Bei genauer Betrachtung von zwei Einzelbildern erkennt man einen Gegenstand in der rechten Hand des Kommandanten, vielleicht sogar noch das Gewehr oder den Sehstab vom Ausstieg aus dem Turm ?
 
  Weiter auf der nächsten Seite  

 

Special 1
Zurück zur Panzerduell-Seite
Special 2
Panzerduell nur ein Fake ?
Köln im Krieg
Zurück zum Fotoalbum
Köln
Zurück zur Köln-Seite

 

 
  © Dierk 1995-2017   -   optimiert für MSIE und 800x600px   -   zuletzt geändert: -