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Das Panzerduell am Dom - 6. März 1945

   

Die US-Truppen rücken Richtung Dom vor, es ist etwa 14 Uhr.

Die Truppen sehen am Dom einen deutschen Panzer, denken aber dieser sei außer Gefecht gesetzt

Plötzlich wird der vorrückende US-Panzer von einer Granate des deutschen Panzers getroffen. Ein Mitglied der Besatzung will aus dem Panzer flüchten

Der Panzer raucht aus dem Inneren. Dem Soldat wurde bei dem Einschlag der
Granate ein Bein abgetrennt

Hinter dem ersten herauskriechenden Soldaten fällt ein zweiter vom Panzer herunter
 

Dieser zweite Soldat ist der 19jährige Corporal 'Gunner' John J Gialluca von der 3rd Armored Division 'Spearhead'. Sein Sohn Doug fand meine Website im Web und hat mir die folgenden Zeilen geschickt, wo er die Geschehnisse aus der Sicht seines im Jahr 1998 verstorbenen Vaters erzählt:

The last tank battle in Cologne Germany on March 6 1945 happened as Corporal Gunner John J Gialluca approached the square of town between two buildings where suddenly by surprise a Panther Mark V hit there Sherman tank. John remembers the tank burning and they were trapped. The shrapnel went through his legs and he said he was pinned to his seat when a second blast under the turret forced him free from his position. There were no other survivors except Corporal John J Gialluca. There was another tank disabled next to his tank that tried to help the injured. They found John lying on the ground with his 45 caliber hand gun in his hand. Then John said as they were helping him he could hear the blast and gunfire from what is known now the battle of the last tank. The Sherman tank that Corporal John J Gialluca was in was facing the cannon of the 75 mm Panther Mark V. The 76 mm is questionable as for penetrating the heavy armored Panther head to head. This was Johns second tank hit in his journey from Normandy Beach and very fortunate to survive. Corporal Gunner John J Gialluca was sent to an England hospital where he had a lengthily recovery and was able to walk again. After a long fight with kidney cancer John went to be with the Lord on July 5th 1998.


Die Besatzung eines anderen US-Panzers versucht den Soldaten des getroffenen Panzers zu helfen

Ein weiterer US-Panzer feuert aus einer anderen Richtung auf den deutschen Panther. Beim ersten Treffer werden dem Panzerkommander beide Beine abgetrennt

Ein Besatzungsmitglied flüchtet nach dem Treffer aus dem deutschen Panzer

Das Besatzungsmitglied läuft davon

Am unteren Bildrand erscheint die nächste Granate, die auf den Panzer abgefeuert wurde

Die Granate kurz vor dem Treffer

Die Granate ist eingeschlagen

Und noch eine weitere Granate kommt angeflogen

Erneut ein Treffer

Der deutsche Panther steht in Flammen, der Kommander verbrennt in ihm

Vermutlich haben alle weiteren Besatzungsmitglieder zunächst überlebt

Der Brand im Panzer scheint durch die Einschlagslöcher der Granaten

Der brennende deutsche Panzer. Der getroffene US-Panzer steht in der nach rechts gehenden Straße außerhalb des Blickfeldes

US-Soldaten inspizieren den zerstörten deutschen Panzer

Der deutsche Panzer vor dem Dom

Blick vom Dom auf die Kampfstätte. Photomontage aus drei verschiedenen Einzelbildern. Das Bild in größerem Format auch hier. Teile der Häuser zwischen Pershing und Panther habe ich unscharf gemacht, da ich für diesen Bildteil nur ein Vorkriegsbild hatte.

Die Crew des US-Panzers, der auf den deutschen Panzer schoß - von links oben Cmdr Robert Early, Gunner Clarence Smoyer, Asst. Gunner John Deriggi, Asst Driver Homer Davis, Driver William McVey
 

Der deutsche Panzer war der letzte, der sich zu diesem Zeitpunkt noch im linksrheinischen Köln befand. Die anderen deutschen Einheiten hatten sich bereits auf die andere Rheinseite zurückgezogen. Bei dem sinnlosen Panzerduell sterben 3 Besatzungsmitglieder des US-Panzers. Zunächst heißt es, 4 deutsche Besatzungsmitglieder hätten den Tod gefunden. Nach neueren Erkenntnissen sind aber wohl drei Personen aus dem Panzer entkommen, von denen 2 überlebt haben und einer im Lazarett verstorben sein soll.

Bilder von:
The U.S. Army 3rd Armored Division History Website
Albemarle Charlottesville Historical Society
The Third Armored Spearhead Division Website
Film "Allies Drive Across Rhine To Victory" der Universal Studios
 

Weitere Links:
3ad Seite zu diesem Panzerduell
Google Video, die ganze Szene
Google Video, 3ad während der Eroberung Kölns
Bates interview mit Filmsequenzen
Smoyer interview, History channel
Noch einmal Einmarsch, Panzerduell
1000 Bomber Angriff 30./31. Mai 1942
Köln nach dem Ende
Fotomontage mit Übersicht der Kampfstätte
Weiteres Übersichtsfoto der Kampfstätte (1 Dom, 2 Panther, 3 Panzer, der Panther zerstörte, 4 außerhalb des Bildes Ort des Sherman, 5 Kirche St. Andreas, 6 heutige Strasse"An den Dominikanern".
Combat Mission scenario "Duel in Cologne"

 
Die beteiligten Panzer
Panzerkampfwagen V "Panther"M26 Pershing M4 Sherman

Im Frühjahr 2008 veröffentlicht der Kölner Journalist Hermann Rheindorf eine Dokumentation mit Namen "Köln 1945 Nahaufnahmen" über die letzten Kriegstage in Köln. In der Dokumentation stellt er u.a. auch die Behauptung auf, das Panzerduell habe nie so stattgefunden, wie es in den Filmaufnahmen der amerikanischen Kameraleute Bates und Rosenberg gezeigt werde. Er nennt es "die bittere Wahrheit" über das Panzerduell. Er führt mehrere Indizien bzw. Beweise auf, die das untermauern sollen. Diese Behauptungen pushen die Dokumentation in den Fokus der regionalen Presse.

Kölner Stadt-Anzeiger Online
Sind diese Behauptungen nun nur ein Marketing-Gag oder die tatsächlich Wahrheit ? Ich habe mich intensiv mit der Dokumentation von Rheindorf beschäftigt und seine Argumente genauer betrachtet.
Meine Meinung: Rheindorf hat nachweisen wollen, daß das Panzerduell nicht so stattgefunden hat und hat sich die vorhandenen Zeitdokumente so zurecht gedeutet und ausgelegt, daß sie seine Thesen stützen. Aber wie bei vielen Verschwörungstheorien gilt auch hier. Es gibt keine eindeutigen Beweise sondern nur subjektive Auslegungen und die "bittere Wahrheit" ist wohl eher Rheindorfs eigene Wahrheit. Auf der folgenden Seite untersuche ich zunächst einen seiner vermeintlichen Hauptbeweise. Es geht um die sogenannte Kabeltheorie.
Hier wird diese Kabeltheorie widerlegt.

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