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Dierk's page - Köln im 2. Weltkrieg - Special 2 Gab es das Panzerduell gar nicht ? (2)
| Alle nachfolgenden Originalbilder - soweit nicht ausdrücklich anders dargestellt - stammen als Public Domain aus dem Archiv NARA, BPR (Air Forces Group) und wurden über diverse Quellen im Internet bezogen, Standbilder aus dem Originalfilm von Bates und Rosenmann stammen auch aus der Fassung des Originalfilms auf der DVD "1945 - Kriegsende in Köln" von Hermann Rheindorf. |
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Beweis 2

Auf dem vergrößerten Ausschnitt des obigen Fotos aus dem NARA-Archiv ist zu sehen, daß die Oberleitungen im linken Bildbereich alle vor der links gerade noch sichtbaren Hausecke verlaufen und nicht etwa in den dortigen Häusern verankert sind. Die Hausecke befindet sich etwa 45 - 50 Meter vom Haus der Deutschen Arbeitsfront entfernt, der Panther steht in etwa 120 Meter Entfernung vom Haus der Arbeitsfront. Somit hängen die Oberleitungen recht nahe zum Standort des Fotografen, maximal 45 - 50 Meter Meter entfernt und keinesfalls im hinteren Bereich der Straße entlang der dortigen Häuserzeile, die eine Fassadesbreite von etwa 50 Meter aufweist und im Bereich Richtung brennender Panther, wobei dieser nochmal etwa knapp 20 Meter hinter der linken Häuserzeile steht. Dort befinden sich also vor dem Panther Richtung Fotograf insgesamt 70 Meter Straßenraum ohne Oberleitungen über der Straße.

Auf diesem Luftbild gut zu sehen. Panther-Standort (1), Bates Standort und Standort der anderen Fotografen im Haus der Deutschen Arbeitsfront (2), die besagte Häuserecke des links in allen Bildern zu sehenden Hauskomplexes (3). Als (5) die gedachte Linie der Verlängerung der Häuserecke, hinter der die Oberleitungen also nicht hängen können. Man sieht, wie nahe sie zum Haus (2) hängen müssen und wieviel Straßenraum ohne Oberleitungen sich dahinter in Richtung Panther befindet .
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Beweis 3

Foto veröffentlicht auf der Webseite footnote.com, entstammt dem Archiv NARA.
Auf dem Foto kann man erkennen, daß einige Aufhänger, die auf den Fotografen zu verlaufen (sie werden verhältnismäßig größer) einen seitlichen Verlauf nehmen, in dem Bild perspektivisch betrachtet leicht nach oben rechts, und damit entsprechen sie offensichtlich einen Kurvenverlauf der Straßenbahngleise. Die Kurve ist die in die Straße "An den Dominikanern" abzweigende Straßenbahnlinie. Der rechte Häuserkomplex und damit auch die um diesen herum laufende Kurve der Straßenbahnlinie verläuft sehr viel weiter auf den Fotografen im Haus der Deutschen Arbeitsfront zu (Gebäude je nach Stelle in der Kurve ca. 20 - 30 Meter entfernt), als der links im Bild sichtbare Häuserkomplex (vordere Häuserecke entfernt ca. 45 bis 50 Meter).
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Originalfilm via DVD "1945 - Kriegsende in Köln"
Auf diesem Standfoto aus dem Originalfilm sind die in die Straße "An den Dominikanern" abbiegenden Straßenbahngleise sehr gut zu sehen, gelbe Pfeile. Über den abbiegenden Schienen verlaufen ebenfalls der Kurve folgend die Aufhänger nach rechts. Weitere interessante Details: die Trägerseile, an denen die Kabelaufhänger befestigt sind, scheinen von der Höhe über der Straße her eine leicht abfallende Tendenzen zur linken Seite zu haben. Gelbe Linie: Tendenz der Kabelverläufe, rote Linien: waagerechte Ausrichtung gem. Häuserzeilen. Mit den weißen Pfeilen markiert zwei Oberleitungsbefestigungen an der linken Häuserwand. Schon gemäß der abfallenden Tendenz der Kabel dürften diese die Oberleitungsbefestigungen an diesen Wänden gar nicht erreichen. Ziemlich sicher ist, daß die gesamten Oberleitungen in diesem Bereich nicht mehr exakt waagerecht ausgerichtet waren.

Auf einem alten Katasterplan aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind die damaligen Straßen- und Häuserverhältnisse zu erkennen. Die langgezogene Kurve Marzellenstraße / An den Dominikanern liegt sehr nahe Richtung Haus der Deutschen Arbeitsfront (unten gelb eingezeichnet). In den Plan eingearbeitet ganz oben als schwarzes Rechteck der Panther, unten in der Kreuzung der Pershing-Standort. Als blauer Punkt eingezeichnet der Pfahl an der Ecke, der in den Bildern mit den Oberleitungen im Vordergrund rechts immer zu sehen ist (Im Hintergrund steht noch ein weiterer, der jedoch nicht weiter relevant ist). Den genauen Standort dieses Pfahls an der Ecke kann man anhand von drei Merkmalen genau bestimmen.
1.) dort wo der Pfahl steht knickt die gerade Hausfrontenreihe der Marzellenstraße Richtung Straße An den Dominikanern ab. Auf den Fotos ist das Abknicken der Häuserfronten rechts vom Pfahl immer deutlich zu sehen.
2.) Der Pfahl steht in Höhe des Beginns des Kurvenverlaufs der Straßenbahnschienen. Im Original-Katasterplan sind auch die Straßenbahngleise eingezeichnet, wie sie damals in den Straßen verlegt waren:

Hier kann man sehr schön den Beginn des Kurvenverlaufs der Schienen in der Abbiegung zur Straße An den Dominikanern sehen. Das ist etwa dort, wo auch der Knick der Häuserfront liegt. Daher ist der Standort des Pfahls auch hierdurch eindeutig festzustellen, er ist auch in dieser Grafik durch den blauen Punkt festgelegt.
3.) In die Häuser habe ich zusätzlich noch die damaligen offiziellen Hausnummern eingetragen. An der dortigen relevanten Straßenabbiegung befindet sich also als letztes Haus der Marzellenstraße in diesem Straßenabschnitt die Hausnummer 9, dann beginnt die Straße an den Dominikanern mit der Hausnummer 1. Die Feststellung der Hausnummern bestätigt ebenfalls die Position des Pfahls:

Rechts neben dem Pfahl ist an der zerstörten Hausfront noch das Straßenschild "An den Dominikanern" zu sehen, die roten Linien verdeutlichen die Hausecke und die Fassadenverläufe. Straßenschilder hängen/stehen u.a. am Beginn einer Straße bzw. an entsprechenden Hausecken. Es handelt sich also eindeutig um das Haus An den Dominikanern 1, das erste Haus der Straße An den Dominikanern, neben dem sich der Pfahl befindet. Damit ist die genaue Position des Pfahls auf den Kabel-Bildern durch drei Merkmale bestätigt. In diesem Bereich und weiter Richtung Haus der Deutschen Arbeitsfront müssen die Oberleitungen also hängen, wenn sie den Kurvenverlauf begleiten. Dieses Areal ist wirklich schon sehr weit vom Standort des Panthers entfernt und schon sehr Nahe Richtung dem Standort von Bates und Himes im Haus der Deutschen Arbeitsfront.
Es folgen ein paar Gedanken zum Verlauf von Oberleitungen in Kurven:

Foto aus der Sammlung Bernd Fromader
Auf diesem Foto von der Hahnentorburg am Rudolfplatz zu sehen: in Kurven hängen die Oberleitungen und insbesondere die Aufhänger recht nah aneinander, ich schätze bei den hier mit Pfeilen markierten Aufhängern über den leicht nach rechts am Tor vorbei abbiegenden Straßenbahnschienen auf einen Abstand von ca. 5 Metern.

Foto aus der Sammlung Bernd Fromader
Und auf diesem Foto vom alten Kölner Opernhaus am Rudolfplatz ist ein kompletter Kurvenverlauf zu sehen. In diesem Beispiel sind für einen Kurvenverlauf im rechten Winkel sechs Aufhänger (mit gelben Kreisen markiert) mit natürlich dann auch sechs verschiedenen Trägerseilen, an denen sie hängen, für den nach links gehenden Kurvenverlauf der Straßenbahnlinie notwendig. Und alle hängen - wie man auch hier sehen kann, recht nahe zusammen, im Foto mit gelber unterbrochener Linie markiert alleine drei quer hintereinander hängende Trägerseile.
Somit können auf den Bildern mit den Oberleitungen alle sichtbaren Oberleitungen durchaus auch auf eine Straßenstrecke von nicht mehr als 20 bis 30 Metern begrenzt sein. Diese Beweise lassen also den Schluß zu, daß die sichtbaren Oberleitungen im nahen Umfeld der Kreuzung An den Dominikanern / Marzellenstraße hingen. Also wiederum keinesfalls über der gesamten Straße hingen sondern sehr viel näher auf das Haus der Deutschen Arbeitsfront zu.
Abschließend zu diesem 3. Beweis der folgende interessante Bildvergleich:

Foto links von der Webseite Bilderbuch-Koeln.de
Diese Straßenbahn biegt im Jahre 1939 von der Brückenrampe in einer Kurve auf den Heumarkt ab. Horizontal gespiegelt ist dieses Bild sehr schön mit dem Bild der Kurve Marzellenstraße / An den Dominikanern aus den Rosenmann Filmbildern zu vergleichen. So in etwa hätte die Straßenbahn auch auf unserer Kreuzung fahrend ausgesehen, der Schienenverlauf ist ungefähr gleich und der über der Bahn gut sichtbare Aufhänger für zwei Fahrdrähte (im Kreis) im Verlauf der Kurve hat die gleiche Größe wie der Aufhänger im Kreis im rechten Bild zu Beginn der Kurve. Im rechten Bild unserer Kreuzung Marzellenstraße sind auch noch die weiteren in die Kurve verlaufenden Aufhänger zu sehen, im linken Bild sind diese weiteren Hänger bereits oben außerhalb des Bildes.
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Beweis 4

Ausschnitt Foto von Köln Reporter via Webseite Bilderbuch-Koeln.de
Um die Straßenecke herum in der Trankgasse kann man auf dem Ausschnitt eines Vorkriegsfotos sehen, wie die Oberleitungsbefestigungen an den Wänden normalerweise ausgesehen haben, gelbe Pfeile. Also an einem tassenförmigen Gegenstand an der Wand (eigentliche Befestigung) befand sich zunächst ein etwas länglicher breiterer Part (vermutlich Isolierung o.ä.) und dann das eigentliche Trägerseil.
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Und hier zum Vergleich der Ausschnitt aus dem NARA-Foto mir den Oberleitungen über der Straße. Vier Befestigungspunkte im linken Gebäude sind gut zu erkennen. Von den Punkten (3) und (4) hängen Teile der alten Befestigungen / Isolierung herunter. An den Punkten (1) und (2) sind selbst diese nicht mehr zu sehen, sie sind offensichtlich ganz abgerissen. An diesen vier Befestigungspunkten sind jedenfalls keine Trägerseile befestigt und damit auch nicht die im Foto zu sehenden Oberleitungen über der Straße ! Auch dieses Bild beweist, daß die Oberleitungen allesamt zwischen der Häuserecke links vorne und dem Standort des Fotografen verlaufen. Dieses Bild in noch größerer Auflösung befindet sich hier (273 KB)
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Die entsprechenden vier Befestigungen kann man auch im August 2008 dort noch sehen, hier zwei von ihnen. In der Fachsprache heißen diese Befestigungen übrigens Wand- oder Oberleitungsrosetten.
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Beweis 5

Foto entstammt dem Archiv NARA.
Auf dem Bild von Himes aus der höheren Perspektive ist bei genauer Betrachtung zu erkennen, daß Teile der über der Straße hängenden Oberleitungen am unteren Bildrand zu sehen sind - blaue Pfeile. |

Hier der entsprechende Bildausschnitt, in dem die Oberleitungen zu sehen sind |

Hier wird der Ausschnitt aus dem Himes-Foto mit dem Ausschnitt des Fotos aus der niedrigeren Perspektive verglichen. Eindeutig handelt es sich hier um die gleichen Aufhänger (gelbe Pfeile), die Ausrichtung und die Form der Fahrdrähte zeigen (rote und blaue Pfeile), daß diese Aufhänger und Fahrdrähte auf beiden Bildern unverändert hängen. Die gut sichtbaren Aufhänger im Himes-Bild sind in dem Bild mit den Oberleitungen gut zuzuordnen. Form und Verlauf der beiden herunter hängenden Drähte des rechten Aufhängers (blaue Pfeile) sowie der Verlauf der weiteren sichtbaren Drähte (insbesondere der straff gespannte Fahrdraht - mit roten Pfeilen gekennzeichnet) auf beiden Bildern lassen den Rückschluss zu, daß an Position und Lage der Oberleitungen auf beiden Bildern auch nichts verändert worden ist, sie also weiterhin in der gleichen Höhe hängen und an gleicher Stelle in der Straße. Die Position der weiteren im unteren Bildausschnitt sichtbaren Oberleitungen und insbesondere Aufhänger, die im oberen Bild nicht zu sehen sind, werden wir im weiteren Verlauf der Untersuchung noch klären.
Aus einem Vergleich der Verläufe der Oberleitungen und einem Größenvergleich der verschiedenen Aufhänger wird deutlich, daß diese Aufhänger im Himes-Foto tatsächlich auch die am weitesten hinten Richtung Panther Panzer hängenden Aufhänger sind. Alle weiteren Aufhänger im Bild hängen näher Richtung Fotograf. In der Rheindorf-Doku gibt es hinsichtlich der unteren Perspektive mit den über der Straße hängenden Oberleitungen zwei räumlich dicht nebeneinander liegenden Kamerastandorte. Mit ein wenig Wissen über perspektivisches Sehen kann man leicht nachweisen, daß das betreffende Trägerseil mit den zwei Aufhängern die letzte Oberleitung Richtung Panther ist (das habe ich auf der Webseite, die ich nicht veröffentlichen durfte, anschaulich dargestellt). Glücklicherweise kann man mit dem Bild mit den Oberleitungen aus dem NARA Archiv aber den gleichen Beweis erbringen, auch ohne die digital bearbeiteten Bilder aus der Rheindorf-Doku, die ich ja nicht verwenden darf. |

Zunächst bietet sich ein vergleichender Blick auf die Größe der Aufhänger untereinander an. Beim Aufhänger (1) handelt es sich wie bei dem Aufhänger (4) um einen solchen für zwei Fahrdrähte. Aufhänger (4) ist jedoch sehr viel größer, hängt daher näher zum Fotografen.
Ein Vergleich von (1) mit den nur einen Fahrdraht tragenden Aufhängern (2) und (3) fällt aufgrund dieser bautechnichen Besonderheit schwer.
Vergleicht man jedoch (2) und (3), sieht man, daß (3) größer ist als (2) und näher zum Fotografen hängt. Der rote Balken über der (2) wird als gleich großer gelber Balken über (3) gezeigt, der Vergleich ist eindeutig. Ein Vergleich auch der der Dicke der Aufhänger läßt schon die Erkenntnis zu, daß es eine Reihenfolge von vorne nach hinten: (4), (3), (2) gibt. Was ist mit Aufhänger (1), von dem zwei Drähte herunterhängen ? Näher als (3) wird er nicht hängen, dafür ist (3) als Aufhänger für einen Fahrdraht zu groß. Hängt er aber zwischen (2) und (3) ? Als Aufhänger für zwei Fahrdrähte darf man (1) eigentlich nicht kleiner vermuten als den Aufhänger für einen Fahrdraht (2), eher doch größer. Ein Größenvergleich mit (2) zeigt jedoch, daß (1) kleiner ist als (2), der rote Balken über (1) ist der Längenbalken von (2). Würde (1) näher hängen als (2) hätte er aber auf jeden Fall größer sein müssen.
Die Schlußfolgerung: (1) hängt noch hinter (2). Damit haben wir alleine durch einen Größenvergleich der Aufhänger eine Reihenfolge von vorne nach hinten: (4), (3), (2), (1). Aufhänger (1) hängt in der Marzellenstraße am weitesten nach hinten auf den Panther zu.

Auf dem Bildausschnitt des Fotos aus dem NARA-Archiv wird aber auch ohne den oben angestrengten reinen Größenvergleich deutlich, daß das Trägerseil aus dem Himes-Bild das letzte Trägerseil in Richtung Panther ist. Bei Aufhänger (1) beginnt ein Kabel, welches über Aufhänger (2) und Aufhänger (3) führt (rote Pfeile markieren den Leitungsverlauf) und dann rechts aus dem Bild verschwindet. Zu diesem Zeitpunkt, wo er rechts aus dem Bild verschwindet, befindet der Draht sich aber bereits in der Straße An den Dominikanern, man sieht deutlich das entsprechende Straßenschild (4) an dem Eckhaus. Dieses Bild in größerer Auflösung hier (314 KB). Die Drähte, die von Aufhänger (1) weiter Richtung Panther geführt hätten, hängen herunter auf die Straße (sieht man auch auf dem Himes-Bild). Alle im Gesamtbild sichtbaren Drähte lassen sich zudem den sichtbaren Aufhängern zuordnen.

Hier noch einmal das Bild aus Beweis 3 mit den sichtbaren Straßenbahnschienen (gelb gestrichelte Linie), die in der Kurve von der Marzellenstraße in die Straße An den Dominikanern verläuft. Mit der im Bild davor gewonnenen Kenntnis vom Verlauf des Fahrdrahtes (hier jetzt gelbe Linie) läßt sich sehr gut erkennen, daß die Trägerseile mit den Aufhängern (rot markiert) und den Fahrdrähten über der Straßenbahnkurve verlaufen. Die blau gestrichelte Linie markiert den Beginn des Kurvenverlaufs. Er beginnt in Höhe des rechts erkennbaren Pfahls an der Straßenseite.
An dem soeben als letztes Trägerseil Richtung Panther festgestellten Trägerseil sind auch noch weitere Details interessant. Vier Fahrdrähte gehen von dem dortigen Aufhänger für zwei Fahrdrähte ab:

Die mit gelb und rot gepunkteten Linien dargestellten Fahrdrähte auf den Kameramann zuverlaufend und die beiden blau gepunktet dargestellten Fahrdrähte, die vom Aufhänger herunter hängen. Da sich hinter dem Trägerseil keine weiteren Oberleitungen Richtung Panther befinden, hängen diese herunter. Den rot gepunkteten Fahrdraht hatten wir eben den in der Kurve Richtung An den Dominikanern abbiegenden Schienen zugeordnet, die nächsten Aufhänger sind auch nur Aufhänger für einen Fahrdraht. Da rechts davon kein Aufhänger mehr zu sehen ist, handelt es sich um die Fahrspur aus der Straße An den Dominikanern kommend. Von diesem Aufhänger geht der gelb gepunktet dargestellte Fahrdraht nach links weg, er folgt also nicht dem Kurvenverlauf. Damit mußes sich um einen Fahrdraht handeln, der aus Richtung Eigelstein geradeaus über die Marzellenstraße verläuft.
Diese Form der Fahrdrahtführung, die wir hier sehen, war üblich. Zwei Fahrdrähte nebeneinander kommen zur Vorbereitung eines Kurvenverlaufs an und ein Fahrdraht davon geht dann geradeaus weiter, der andere folgt der Abzweigung:

Beispiel einer solchen Fahrdrahtführung an einer anderen Kreuzung. Eine klassische Oberleitungsführung für Abzweigungen.
Positionen und Ausrichtung der Oberleitungen sind stimmig. Damit ist das letzte Trägerseil nebst Aufhängern und daran hängenden Fahrdrähten Richtung Panther wiederum eindeutig für diese Stelle am Beginn des Kurvenverlaufs zur Straße An den Dominikanern lokalisiert.
Hängt das auf dem Himes-Bild zu sehende letzte Trägerseil auch noch in der gleichen Höhe wie in den Rosenmann-Filmbildern ? Rheindorf hatte mir gegenüber einmal geäußert, das Trägerseil könne (von den Amerikanern für die angeblich nachgestellten Filmaufnahmen) tiefer gehängt worden sein. Abgesehen davon, daß es unsinnig wäre, für Filmaufnahmen die Drähte dann nur tiefer zu hängen und nicht gleich ganz abzuschneiden, kann man diese Möglichkeit aber auch ausschließen. Hängt das auf dem Himes-Bild sichtbare Trägerseil tiefer als auf den Rosenmann-Filmaufnahmen ?
Auf dem Himes-Bild kann man den unteren Teil des Pfahls und damit den Beginn der Kurve leider nicht sehen, weil dieser Bereich in den dunklen Schatten unten im Bild fällt. Daher muß man zu einem kleinen Trick greifen. Mit einem Bildvergleich kann man den Beginn der Kurve und den Fuß des Pfahls maßstabsgerecht dem Himes-Bild zuordnen. Dazu betrachte ich zunächst drei verschiedene Bilder, auf denen der Pfahl zu sehen ist und untersuche Übereinstimmungen in der Struktur des Pfahls, um sagen zu können, wie weit der Pfahl auf dem Himes-Bild im dunklen Bereich noch weiter nach unten geht. Das Bild:

Bild 1 ist der Pfahl im Himes-Bild, Bild 2 der Pfahl in dem Bild mit den Oberleitungen aus dem NARA-Archiv, Bild 3 ist der Pfahl im Bild oben mit den Straßenbahngleisen. Übereinstimmungen sind schnell zu finden, bei Drähten wie bei der Musterung des Pfahls, die gelben Pfeile zeigen es.
Somit sind alle drei Bildausschnitte so nebeneinander gestellt, daß man insgesamt die gesamte Länge des Pfahls sehen kann. Es wird deutlich, wieweit der Pfahl in dem Himes-Bild noch weiter nach unten geht, Bild 3 zeigt den restlichen fehlenden Verlauf des Bildes 1.
Nun nehme ich das Bild von oben mit Straßenbahnschienen in der Kurve und füge es so unten an das Himes-Bild an, daß der im Himes-Bild fehlende restliche Pfahlverlauf bis zum Boden sichtbar wird. Die blaue gestrichelte Linie macht deutlich, wieweit es im dunklen Bereich des Himes-Bildes noch bis zum Straßenboden ist, wo die Kurve der Straßenbahn beginnt. In den gelben Kreisen die oben gezeigten beiden Kabelaufhänger, die im Himes-Bild gerade noch sichtbar sind. Die Höhe des Trägerseils und der Aufhänger über der Straße ist stimmig.

Im Himes-Bild, welches ja dem Blickwinkel der Bates-Filmaufnahmen entspricht, beginnt der Kurvenverlauf und damit die darüber hängenden Oberleitungen also richtig erst im dunken Bereich des Himes-Fotos. Das ist ein weiterer eindeutiger Beweis, daß alle Oberleitungen im Bild nahe Richtung Fotograf hängen und zwar zwischen dem auf dem Himes-Foto unten sichtbaren Trägerseil nebst weiteren Drähten und Aufhängern und dem Haus der Deutschen Arbeitsfront.
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Das Himes-Foto in einer Kollage mit dem Katasterplan:

Hier wird besonders deutlich, wieviel Straßenraum der Marzellenstraße noch hinter dem Bereich liegt, in dem die Oberleitungen über dem Kurvenverlauf hängen. Als gelber Punkt in der Karte eingezeichnet der Pfahl an der Hausecke, in dessen Höhe der Kurvenverlauf beginnt, über dem die Oberleitungen hängen. Der grüner Pfeil ganz unten bezeichnet Position und Blickrichtung von Bates und Himes im Haus der Deutschen Arbeitsfront.
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